Im Rettungsdienst haben wir als Einsatzkräfte eine enorme Verantwortung. Oftmals mehr als uns manchmal in der Situation selbst bewusst ist.
Sicher hast du schon einmal vom Qualitätsmanagement im Rettungsdienst gehört. Ein lästiges Thema, nicht nur für NotSan-Azubis. Ein QM-System ist dabei aber gar nicht so langweilig und beginnt im Prinzip schon bei dir als Einsatzkraft. Grundsätzlich soll es dafür sorgen dass bestimmte Betriebsabläufe nach einem „Soll“ definiert werden und dann immer gleich ablaufen um so eine stetige Qualität zu erhalten und zu sichern.
Nun arbeiten wir aber nicht mit Maschinen die bei Eingabe X immer mit Y reagieren, sondern mit Menschen.
Und was hast du jetzt damit zu schaffen? Ganz einfach: Meiner Meinung nach beginnt Qualitätsmanagement schon beim eigenen Anspruch an sich selbst, seinen Job gut zu machen. Als eine von nur zwei nichtärztlichen Berufsgruppen dürfen wir als Notfallsanitäter Medikamente selbst und auf eigene Verantwortung verabreichen. Dementsprechend ist der Rahmen in dem wir uns bewegen dürfen relativ klar abgesteckt.
Mit seinen klaren „Anweisungen“ unterstützt dich das Kölner Heftchen die Medikamente richtig anzuwenden und nichts außer Acht zu lassen, gemäß des Crew Ressource Management: Nutze Merkhilfen und schlage nach. Das ist kein Zeichen von Unwissen, sondern zeigt dass du deinen Job ernst nimmst und Fakten nachprüfst um die Sicherheit für den Patienten, aber vor allem für dich zu erhöhen.
Das sieht aber komisch aus…!?
II, III, aVF… der Klassiker. Und wenn die Hebungen im EKG mal nicht da sind wo wir sie erwarten? Was wenn die Hebungen anders aussehen als wir sie aus jahrelanger Erfahrung kennen? Komische Senkungen die man erst mal nicht wirklich zuordnen kann?
Es gibt EKG’s die als sogenannte „STEMI-Äquvalente“ gelten, sprich genau so gefährlich wie ein STEMI sind, oder solche die einen unmittelbar bevorstehenden Verschluss einer Koronararterie ankündigen, auch wenn der Patient gerade keine Beschwerden mehr hat.
Die Welt des EKG ist verwirrend. Du musst dich schon intensiv damit beschäftigen und dir deine Aha-Momente erarbeiten. Dann liest du einige Wochen nichts mehr zu dem Thema und schon ist es Weg. Das geht mir nicht anders und deshalb ist auch der EKG-Teil im Buch für mich ein oft besuchter Part.
Wie war das noch mal?
Hast du die Neuner-Regel nach Wallace immer parat? auch für Kinder? Warum atmet der Mensch so komisch? Könnte das ne Sepsis sein? wie war das noch mal mit dem Schrittmacher? Diese Liste könnte man gefühlt ewig weiterführen.
Der Ansatz des Kölner Heftchen ist es die Dinge zu bereitzuhalten, die eben nicht alltäglich sind. Mit den Schemata kannst du dir nicht nur im Einsatz schnell Sicherheit verschaffen, sondern auch auf der Wache oder in der Schule trainieren. So wird beispielsweise niemand während einem Polytrauma das Kölner Heftchen rauskamen um nochmal zu schauen wie das mit dem ABCDE war, wohl aber bei der Schwangeren mal eben checken was die Abkürzungen im Mutterpass bedeuten.
All das und noch vieles mehr bietet dir das Kölner Heftchen. Werde ein Teil der Community für die neue Notfallmedizin und bestelle dein Buch noch heute!